Eine kleine Zeitreise durch die Fotografie

Jahrtausende lang musste man ein Künstler sein, wollte man die reale Welt um sich herum abbilden. Die Anfänge der Fotografie liegen 150 Jahre zurück. Mit der Fotografie stand plötzlich eine ganz neue Technik zur Verfügung. In den letzten 100 Jahren entwickelte sich die chemische Fotografie zu einer selbstverständlichen Kulturtechnik, überall verfügbar und von jedem beherrscht.

Sie kennen noch die alten Bilder Ihrer Vorfahren: Herausgeputzt zum Familienbild sitzen alle in Reih und Glied und warten gebannt. Der Fotograf als Geschichtsschreiber, Maler des Lichts erzeugt Kunstwerke aus Silber.

Die Zeit aber nimmt ihren Lauf und irgendwann ist der Mann unter dem schwarzen Tuch verschwunden. Sein Nachfolger hält nur noch einen kleinen Kasten in der Hand, mit dem sogar farbige Bilder produziert werden können. Dann kommen die digitalen Spiegelreflexkameras - ein kleines Wunder an Qualität und Präzision.

Schnell waren Ideen da, neue Gestaltungsmöglichkeiten taten sich auf und verdrängten Dias und Entwicklerflüssigkeit aus dem Alltag. Neue Wege zu gehen und dabei alte Standards über den Haufen zu werfen, das war für viele unmöglich. Doch umdenken mussten schließlich alle: Fotografen, Reprografen, Werber und Kunden!

 

Die digitale Kamera ist nicht mehr weg zu denken
Das Jahr 2000: Bei den Berufs-Fotografen, vor allem in der Pressearbeit, ist die digitale Kamera nicht mehr weg zu denken. Bilder können direkt nach dem Schuss mit dem Handy um die Welt geschickt werden. Das wachsende Verlangen nach immer schneller und zeitnaher zur Verfügung stehenden Informationen konnte dank der neuen Technik befriedigt werden.

Im Werbestudio werden digitale Effekte und die Bildbearbeitung genutzt, um neue Eindrücke zu schaffen. Die Produktion bei Katalogen wird standardisiert, um Kosten zu sparen. Darüber hinaus treten keine ungewollten Schwankungen durch Film-Emulsionen oder Entwicklungen mehr auf. Alles kann gemessen und einer vorab definierten Norm entsprechend festgelegt werden.

Auch die Hobby-Fotografen haben mittlerweile die Vorteile der digitalen Fotografie erkannt: Im ersten Halbjahr 2000 wurden zum ersten Mal mehr digitale als herkömmliche analoge Kameras verkauft, heute ist diese Zahl um ein vielfaches höher. Die schnelle Verfügbarkeit der Bilder und das Verändern nach den eigenen Vorstellungen - für viele ein Grund für den Umstieg. Die gute alte analoge Spiegelreflexkamera und das Farbnegativ wandern nach und nach in die Abstellkammer.
Vorteile und Kostenersparnis
Bringt die digitale Fotografie tatsächlich nur Vorteile und Kosteneinsparungen? Ist es wirklich zwingend notwendig, auf eine digitale Fotoproduktion umzusteigen?

Aus Fotografen-Sicht kann ich nur sagen, dass durch den Einsatz digitaler Fototechnik die Produktion von Anfang bis Ende kontrollierbar wird. Das bezieht sich auf die Kosten, vor allem aber auf Termintreue und Qualität. Die mit professionellen Systemen zu erzielenden Auflösungen haben eine Qualität erreicht, die für 95% aller Anwendungen weit mehr als ausreichend ist.

Ich fotografiere nur noch digital. Und das aus gutem Grund: Unabhängig davon, wofür die Bilder benötigt werden - für den Druck, Multimedia oder das Internet -, am Ende stehen ohnehin immer Datensätze. Analoge Bilder müssen also für die Weiterverwertung nachträglich digitalisiert werden. Entstehen dagegen die Bilder von Anfang an digital, können sie bis zur endgültigen Verwendung ohne Probleme verändert und bearbeitet werden.

Bilder fürs Internet können einfach auf die Endgröße eingestellt und komprimiert werden. Alle Daten sind zentral für jeden Anwendungsbereich archiviert, um über Datenbanken einen schnellen Zugriff zu gewährleisten, auch für den Auftraggeber.

Doch eines haben auch Computer, Pixel und digitales Nachbearbeiten nicht geschafft: Es gibt weiterhin gute und schlechte Fotografen. Und diese qualitativen Unterscheide machen sich nicht daran fest, ob einer digital oder analog fotografiert. Immer noch stehen am Anfang eines guten Bildes der genaue Blick, das kreative Auge und die Präzision des Profis. Und das ist auch gut so!

Auch viele Pixel alleine sind nicht alles, denn das Licht eines festgehaltenen Augenblickes geht immer erst den Weg durch das Objektiv, welches ebenfalls einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität des Ergebnisses hat. Für unsere Aufträge verwenden wir ausschließlich die Spitzen-Ausstattung von Nikon. Nikon hat in den letzten Jahren die Wünsche vieler professioneller Anwender berücksichtigt und die Funktionen ihrer Kameras wesentlich verbessert und erweitert. Als Flagschiffe von Nikon sind die D1X, D2H und D2X kleine technische Wunderwerke in leichtem und stabilem Magnesiumgehäuse, die nicht nur den heutigen Anforderungen der Digitalfotografie gerecht werden, sondern auch auf die Zukunft bestens vorbereitet sind. Nikon erfüllt mit diesen Modellen die Ansprüche eines Fotografen, der professionelle Ergebnisse durch den Einsatz einer professionellen Kamera sicherstellen möchte und Wert auf hohe Bildqualität, Leistungsfähigkeit, Haltbarkeit, Systemkompatibilität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis der Ergebnisse legt.

 

Das Internet
Der digitalen Bildtechnik gehört die Zukunft. Zusammen mit dem Internet führt diese Technik zur allgegenwärtigen Verfügbarkeit, mit denen man sich gleichzeitig die ersten Aufnahmen eines neu geborenen Kindes, die Polarnacht in der Antarktis, den Sommer in Norwegen oder den Inhalt einer Feier oder Veranstaltung ansehen kann, die vor wenigen Minuten erst entstanden sind. Vom Internet sind die größten Veränderungen des alltäglichen Lebens bis hin zu den zwischenmenschlichen Beziehungen zu erwarten. Schon heute gibt es nichts, was es im Internet nicht gibt. Deswegen beeinflusst das Internet auch alle Aspekte der menschlichen Gesellschaft und des privaten Lebens. Das fängt bei der einfachen Übermittlung von Nachrichten über e-mail an, geht über die Beschaffung und den Austausch von Informationen aus sämtlichen Wissensbereichen und endet nicht bei der Betrachtung der neuesten Bilder aus den Geschehnissen von gestern und heute. Das Internet hat schon heute tiefgreifend die Arbeitswelt verändert, das Bildungswesen und das Privatleben. Kaum ein Gymnasiast macht heute sein Abitur ohne Computer mit Internetanschluss, die Wirtschaft würde ohne Internet sofort kollabieren und die Globalisierung mit all ihren Facetten ist ohne Internet nicht denkbar. Das Internet verändert unser Leben nicht nur qualitativ, sondern durch die extreme Zeitverkürzung auch quantitativ. Es ist nicht vorstellbar, was in 30 Jahren aus dem Internet geworden sein wird. Kein Fachmann wagt dazu eine Prognose. Aber alle sind sich einig, man kann die zukünftigen Wirkungen des Internets nicht unterschätzen.

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