Gesetzliche Grundlagen unserer Tätigkeit

Im Jahr 2003 hat die Bundesregierung das "Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und zur Förderung von Kleinunternehmen" verabschiedet. Erst dadurch wurde es uns möglich auch ohne Meisterbrief als Fotograf unsere Dienstleistungen wie Fotoreportagen, Foto-Design, Bilddokumentationen und Bildberichterstattungen in der hier dargestellten Weise anzubieten.

Bisher war es so: - in § 1 Abs. 2 der Handwerksordnung heißt es: "Ein Gewerbebetrieb ist Handwerksbetrieb im Sinne dieses Gesetzes, wenn er handwerksmäßig betrieben wird und ein Gewerbe vollständig umfasst, dass in der Anlage A aufgeführt ist oder Tätigkeiten ausgeübt werden, die für dieses Gewerbe wesentlich sind (wesentliche Tätigkeiten)."

Seit Jahr und Tag gehen Handwerkskammern und Behörden mit Abmahnverfahren, Betriebsschließungen und Bußgeldern gegen Unternehmen vor, die "einfache Tätigkeiten" ausüben, aber nicht in die Handwerksrolle eingetragen sind. Betroffen sind mittelständische, vor allem kleinere und kleinste Unternehmen und Existenzgründer, die eine "Nischentätigkeit" zur Geschäftsidee ihrer gewerblichen Tätigkeit machen wollen.

Mit der Gesetzesänderung wurde die Neuordnung der Anlage B zur Handwerksordnung wird wie folgt gefasst:
"Verzeichnis der Gewerbe, die als zulassungsfreie Handwerksgewerbe oder handwerksähnliche Gewerbe betrieben werden können (§ 18 Abs. 2) Abschnitt 1: Zulassungsfreie HandwerksgewerbeLaufende Nr. 50 Fotografen.

Fazit: Aufgrund der gesetzlichen Klarstellung auch in weiteren 71 anderen Bereichen werden Existenzgründungen erleichtert. Zwischen handwerklichen und nichthandwerklichen Unternehmen werden mehr Chancengleichheit und Wettbewerb geschaffen. Dies kommt insbesondere auch kleinen und mittleren Unternehmen zugute. Der Abbau von Wettbewerbsverzerrungen ist Voraussetzung für das Fortbestehen des Leistungswettbewerbs zwischen allen Marktteilnehmern. Dies schafft auch günstige Voraussetzungen für eine Kostensenkung handwerklicher Leistungen. Das Gesetz wird somit insgesamt positive Auswirkungen auf das Verbraucherpreisniveau haben.

Die alte Handwerksordnung diente oft mehr der Marktabschottung als dem Kunden und der fotografischen Qualität. Anders als bei vielen anderen Handwerkern kann sich ein Kunde recht leicht Arbeitsproben von einem Fotograf zeigen lassen und so selbst unabhängig von Diplom und Meisterbrief beurteilen, ob ihm die Arbeiten gefallen. Schon daher bedarf es im Bereich der Fotografie nicht der evtl. in anderen Bereichen sinnvollen Schutzfunktion für den Kunden, die eine Meisterprüfung darstellt. Außerdem ist das Erfordernis eines Meisterbriefes nicht geeignet, fotografische Qualität sicherzustellen. Handwerkliches Können ist auch bei automatischer Belichtung und Autofokus die Grundlage für gute Fotografien, aber letztendlich bedarf es für eine gutes Foto Begabung, Kreativität, ein gutes Auge und das Gespür für das Motiv, das Licht, den Menschen vor der Kamera und den richtigen Moment. Auch zeigen die vielfältigen Möglichkeiten in rechtlich zulässigem Umfang auch ohne Meisterbrief selbständig handwerksmäßig zu fotografieren, wie fragwürdig das Erfordernis eines Meisterbriefes auch unter dem Gesichtspunkt des Gleichbehandlungsgrundsatzes ist.


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